Selbstbestimmt bis zum Ende?

Haften Ärzte für sinnloses Leiden am Lebensende? Die Klage gegen einen Arzt, der einen Demenzkanken möglicherweise zu lange am Leben erhalten hat, stößt beim Bundesgerichtshof (BGH) auf grundsätzliche Bedenken. Der aktuelle Fall zeigt zugleich, wie wichtig ein klar formulierter Wille des Patienten ist. So ein Artikel von Kai Wiedemann im Hamburger Abendblatt v. 19.03.2019.

Wie auch immer sich der Verlauf des Krankheitsbildes um den Patienten herum dargestellt hat, Fakt ist, dass der Hausarzt verklagt wurde auf Erstattung der angefallenen Pflegekosten und auf Schmerzensgeld. Zur Erläuterung der grundsätzlichen Bedenken: Ein Urteil über den Wert eines Lebens verbiete sich, so der BGH.

Wie können Menschen sichergehen, dass ihr Wille auch wirklich respektiert und anerkannt wird. Es bedarf einer klaren Formulierung seines letzten Willens. Dabei ist es nicht notwendig, bis ins Kleinste seinen Willen zu bekunden, doch es müssen gewisse Standards in einer Patientenverfügung erfüllt sein. Allgemeine Anweisungen, wie würdevolles Sterben, sind nicht ausreichend; auch die Bundesärztekammer hat dazu einige Sätze formuliert, die ein konkretes Handeln im Ernstfall verlangen. Es gibt im Internet viele Formulierungs – Vorschläge, die oftmals von schlechter Qualität sind. Nichts ist schlimmer, als wenn eine Verfügung oder Vollmacht nicht anerkannt wird. Daher wenden Sie sich immer an Fachleute wie Rechtsanwälte, Notare und auch Generationenberater, die sich mit solchen Fragen laufend auseinandersetzen. Denn bei derartigen Themen greifen diese immer in die ganze Familie ein und keine Familie gleicht einer anderen.

Sprechen Sie frühzeitig und ausführlich über Ihre privaten Wünsche und Vorstellungen, denn es gibt auch immer ein Danach, was zu bedenken ist. Übrigens, frühzeitig sollte auch für junge Familien gelten, denn alle wissen: zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort usw.

Helmuth Kircher – Generationenberater, Testamentsvollstrecker, 21521 Aumühle Fon: 04104-96 28 240 mobil: 0170 – 27 37 246 oder Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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